Monte Rei – Traumpaket für Golfer

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Seit 7 Jahren verbringen wir unseren Golfurlaub im Dezember immer im Robinson Club Quinta da Ria in Portugal. Mittlerweile sind wir teilweise mit bis zu 8 Personen unterwegs, weil die Plätze, das Wetter, das Essen im Club, die kurze Anreise und der unschlagbare Preis fast keine Alternative lassen ;-).

In den letzten Jahren wurden wir dann auch immer wieder gefragt, ob wir auch schon mal einen der besten Plätze Europas bzw. dem wohl besten Platz in Portugal gespielt haben. Gemeint war der Golfplatz Monte Rei, der nur wenige Kilometer vom Robinson Club entfernt liegt.

Bisher mussten wir diese Frage immer verneinen. Ehrlich gesagt hat uns der relativ hohe Greenfeepreis von etwa 170€ immer etwas abgeschreckt, da er auch über unserer Schmerzgrenze lag. Im letzten Dezember haben wir uns dann doch entschlossen, den Golfplatz Monte Rei zu spielen, was wir nicht bereut haben. Es war ein wirklich unglaubliches Erlebnis, welches wir in der gebotenen Form noch nicht wirklich erlebt haben. Wenn man das gesamte Angebotspaket, den unvergleichbaren Service und den tollen Golfplatz berücksichtigt, dann relativiert sich auch ein recht hoher Preis. Die Restauration hatten wir auf Grund unseres Robinson Club Aufenthaltes gar nicht getestet.

Anfahrt zum Golfplatz mit Valet-Parking

Für unsere Golfrunde auf Monte Rei haben wir uns den Anreisetag ausgesucht. Während unsere Mitreisenden alle meist von München aus Anreisen, starten wir immer vom Köln-Bonner Flughafen und haben eine fast perfekte Ankunftszeit etwa um kurz nach 8:00 Uhr. Auf Grund des Besuchs von Monte Rei haben wir uns dieses Mal dann auch einen Mietwagen gegönnt, mit dem wir vom Robinson Club aus in nur wenigen Minuten dorthin gefahren sind. Die Gegend kannten wir noch gar nicht und waren erstaunt, wie „hügelig“ und bewaldet es dort ist.

Bei Monte Rei fährt man mit seinem Auto quasi direkt vor die Tür des Clubhauses und wird dann in unserem Fall direkt von zwei freundlichen Caddymaster empfangen, die direkt damit begannen unsere Golfbags aus dem Auto zu laden. Den Autoschlüssel habe ich direkt abgegeben und wir sind dann zum Office gegangen, wo wir auch sehr freundlich empfangen wurden. In der Zwischenzeit wurde unser Auto geparkt und unsere Golfbags auf das Cart geladen. Dieses ist übrigens obligatorisch auf diesem Platz und natürlich im Greenfee enthalten.

Anmeldung und Startgeschenke

Startzeiten gibt es im Golfclub Monte Rei immer alle 20 Minuten, daher ahnt man beim Empfang auch schon, welche Spieler wohl gerade angekommen sind. Während ich unsere Greenfees bezahlt habe, wurden uns dann auch noch diverse Geschenke überreicht. Neben einem Baganhänger mit eingraviertem Namen gab es auch noch einen Schlüsselanhänger mit dem Logo von Monte Rei. Nach ein paar Erläuterungen bezüglich der Örtlichkeiten im Clubhaus haben wir uns in den gediegenen Umkleideräumen die Golfschuhe angezogen. Warum ich dies hier erwähne wird zum Schluß nochmal klar ;-).

Hinter dem Clubhaus stand dann unser Golfcart bereits fertig gepackt bereit und wir wurden von einem der Marshals zur Range begleitet. Das ist das schöne auf Monte Rei. Man muß eigentlich nicht wissen, wo es lang geht, weil man überall hin begleitet wird.

Start einer wunderschönen Golfrunde

Wie üblich auf solchen Anlagen stehen einem die Rangebälle, die meist in Pyramidenform aufgestellt sind, kostenfrei zur Verfügung. Nachdem wir uns ein wenig eingeschlagen hatten und auch das große Puttinggreen getestet hatten, kam der Marshal wieder vorbei und fragte uns, ob wir bereit für die Runde sind. Wieder wurden wir bis zum ersten Abschlag begleitet, wo der Marshal uns dann auch noch ein paar Platzregeln erläuterte uns etwas Obst sowie ein Birdiebook überreichte.

Eine der gerade erläuterten Regeln habe ich dann auch gleich mit meinem ersten Abschlag getestet. Auf Monte Rei gibt es quasi kein Aus und eigentlich kann man auch keine Bälle verlieren, weil man immer von der Stelle droppen kann, wo der Ball „verschwunden“ ist :-). Man versucht den Golfern also nicht nur jeden erdenklichen Service zukommen zu lassen, sondern diesen auch die Golfrunde so angenehm wie möglich zu gestalten.

Der erste Abschlag auf dem Platz ist schon ein wenig beeindruckend, da man von einem erhöhten Abschlag startet und einen guten Blick in die Umgebung hat.

Toller Golfplatz mit leichten Schwächen bei den Grüns

Wie zu erwarten, war der Golfplatz in einem ausgezeichneten Zustand. Allerdings schien es so, also ob die Grünsvor kurzer Zeit bearbeitet wurden und diese sich noch nicht ganz davon erholt hatten. Da haben wir vielleicht ein wenig Pech mit der Zeit gehabt, zu der wir den Golfplatz bespielt haben. Das hat der Golfrunde aber keinen Abbruch getan. Viel gravierender war, dass ich nicht so richtig in Schwung gekommen bin und die Bälle ein wenig in der Gegend herum gehauen habe. Die frühe Aufstehzeit um 3:00 Uhr und eine Startzeit nur kurze Zeit nach der Landung waren wohl nicht wirklich hilfreich für ein gute Golfspiel. Jedenfalls nicht bei mir ;-).

Das Layout des Platzes ist schon ziemlich genial. Nicht nur, dass man auf Grund der weit auseinanderliegenden Startzeiten kaum einen anderen Spieler entdeckt, auch die meisten Bahnen liegen so in einer „Senke“, dass man quasi die komplette Runde den Eindruck hat, alleine auf dem Platz unterwegs zu sein.

Hinzu kommen zahlreiche Bahnen, die man durchaus strategisch spielen sollte. Ein Platz den man besser auch mehrmals gespielt haben sollte, damit man besser weiß, wo die jeweiligen Schläge zu platzieren sind. Teilweise massiv verteidigte Grüns, erhöhte Abschläge und Grüns, riesige Bunkerlandschaften sowie diverse Wasserhindernisse sorgen für reichlich Abwechslung. Darüber hinaus hat man immer wieder einen tollen Blick in die umliegende Umgebung sowie auf die diversen Ferienhäuser, die man hier auch anmieten kann. Unterwegs merkt man dann auch, warum ein Cart obligatorisch ist. Damit die Bahnen so toll angeordnet werden konnten, müssen teilweise recht lange Wege bewältigt werden. Zu Fuß wäre das nicht immer ein Spaß.

Ende der Golfrunde aber kein Ende beim Top Service

Als wir am Ende einer traumhaften Golfrunde das 18. Grün erreichten, kam kurze Zeit später auch wieder einer der Caddymaster, um uns wieder zurück zu geleiten. Am Clubhaus wurden wir dann gefragt, ob wir noch das Restaurant besuchen würden. Das mussten wir leider verneinen, weil wir uns auch schon mit unseren Mitreisenden im Robinson Club verabredet hatten.

Während wir uns in den Umkleiden wieder umzogen, wurden unsere Schläger gereinigt und wieder im Auto verstaut. Ungeschickterweise hatte meine Frau auch ihre Schuhe im Spint verschlossen. So konnte sie nicht den Service von geputzten Schuhen genießen. Ich war wirklich erstaunt, meine Schuhe frisch geputzt in einem Beutel vorzufinden. Wahrscheinlich wären jetzt auch unsere Golfschuhe noch gereinigt worden, wenn wir einen Abstecher ins Restaurant bzw. auf die Clubterrasse gemacht hätten.

Zurück im Robinson Club und nach dem Bezug unserer Zimmer hatten wir ausgiebig Gesprächsstoff von einer tollen Golfrunde mit einem Ausnahmeservice. Wer weiß, wahrscheinlich war es nicht die letzte Runde auf dem dem Golfplatz Monte Rei. Nun kann man auch das recht hohe Greenfee mit anderen Augen betrachten und weiß wofür man den recht hohen aber durchaus gerechtfertigten Preis bezahlt.

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